Tagesthema vom 28.04.2013
Regionales Regenwetter
In den vergangenen Stunden hat es vor allem in der Mitte und im Süden
wieder viel Regen gegeben. Zum Teil hatten wir den Regen einem
Frontensystem zu verdanken, das am gestrigen Samstag kalte Luft im
Norden von milderer Luft im Süden abgrenzte. Diese Luftmassengrenze
kam nur langsam ostwärts voran, so dass sich in Süddeutschland die
Luft mit Sonnenunterstützung noch bis auf 24 Grad (in Südostbayern)
erwärmen konnte. Im übrigen Deutschland wurden es oft noch nicht
einmal 10 Grad. Im Tagesverlauf konnten sich dann im Süden auch
kräftige Gewitter entwickeln. Dort prasselten örtlich 20 l/m²
innerhalb von nur 1 Stunde vom Himmel. Im Frontbereich hingegen
verteilten sich 5 bis 25 l/m² über mehrere Stunden. Wenn man den
Regen des Vortages mit hinzu nimmt, ist in den letzten 48 Stunden mit
25 bis 50 l/m² in manchen Orten die Hälfte der im Monat April im
Mittel üblichen Regenmenge gefallen. Somit dürfte die Trockenheit
zumindest in der Mitte und im Süden eingedämmt sein. Im Norden
hingegen regnete es am gestrigen Samstag nicht.
Und wie geht es nun weiter? Wechselhaft, denn die nächste Regenfront
ist bereits in Lauerstellung. Im Norden bleibt es dabei deutlich
kühler als im Süden. Dafür wird sich dort, wenn die nächste
Regenfront nach Süden durchgezogen ist, auch länger die Sonne zeigen!
Im Süden hingegen kann man auch mit dem einen oder anderen Gewitter
rechnen.
Und dann haben wir ja auch den Maifeiertag! Nach den derzeitigen
Computerberechnungen steht den Norddeutschen einem Ausflug ins Grüne
nichts im Wege - und das bei Sonnenschein. Im Süden hingegen muss
regenfeste Kleidung ins Gepäck.
Dipl.-Met. Dorothea Paetzold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 28.04.2013
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