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Bauernregeln – verlässlich oder nicht?

Heute möchte ich mal das Thema des Tages vom Deutschen Wetterdienst (DWD) hier veröffentlichen.
DWD-Thema des Tages vom 17.09.2016

Auch ich bin schon öfter gefragt worden was ich von Bauernregeln halte.
Hier die kompetente Antwort des DWD:

Zitat:

Wenn nach Siebenschläfern, Hähnen und dem Morgenrot geschaut wird. Wie verlässlich sind Bauernregeln?

Jeder kennt sie, manche befolgen sie vielleicht sogar: Bauernregeln. Sätze, wie: „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist,…“ oder „So wie das Wetter am Siebenschläfer…“ haben auch die heutige Meteorologie mit ihren modernen Entwicklungen und dem technischen Fortschritt überlebt. Nach wie vor glauben nicht minder viele Menschen neben den Aussagen des Wettermoderators ebenso an diese bäuerlichen Weisheiten.

Bauernregeln orientierten sich ursprünglich an bestimmten Lostagen, an Hand derer man versuchte das Wetter vorherzusagen. Insbesondere für die Ernte (daher auch Bauernregeln) waren diese Prognosen wichtig. Lostage gehen dabei oftmals auf altertümliches Brauchtum zurück, welche später von der Kirche übernommen und nach christlichen Feiertagen und Heiligenfiguren benannt wurden. Aber können Bauernregeln tatsächlich das Wetter vorhersagen? Kann man tatsächlich allein nur durch Betrachtung bestimmter Tage sagen, wie das Wetter der nächsten Wochen wird?

Nimmt man die Aussagen der Bauernregeln nicht allzu wörtlich, so lässt sich durchaus in den meisten dieser Sprüche ein wahrer Kern entdecken. Der Knackpunkt an den Bauernregeln ist dabei oftmals das genaue Datum. So ist es damals wie heute unmöglich beispielsweise vom Siebenschläfertag (27.06.) direkt auf das Wetter der folgenden sieben Wochen zu schließen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, und darin liegt auch der Wahrheitsgehalt dieser Aussage, dass man auf Basis des Wetters, das um diesen Lostag herum auftritt, einen Trend für die darauffolgenden Wochen erstellen kann. Schaut man sich nämlich Bauernregeln vor diesem etwas weiter gefassten Zeitraum an, so treffen einige von ihnen mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit zu. Um beim Beispiel des Siebenschläfertages zu bleiben: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Witterung, wie sie Ende Juni/Anfang Juli auftritt, auch in den darauffolgenden Wochen bestehen bleibt, liegt beispielsweise in Süddeutschland bei bis zu 70%. Auch in diesem Jahr passte die Regel ganz gut. Während das Wetter im Juli und den ersten beiden Augustdekaden nach den gewittrigen Starkregenfällen Ende Mai/Anfang Juni mehr oder weniger einem durchschnittlichen, mitteleuropäischen Sommer entsprach, setzte der erst kürzlich geendete Spätsommer just circa sieben Wochen nach dem Siebenschläfer ein und brachte uns hierzulande Wärme und viel Sonnenschein.

Die heilige Ludmilla von Böhmen sah den aktuellen Wetterumschwung übrigens schon kommen. So lautet die Bauernregel für den Lostag des 15. Septembers: „Sankt Ludmilla , das fromme Kind, bringt Regen gern und Wind.“

Ein anderes Beispiel stellt „Sankt Martin“ (11.11.) dar. Wenn es laut Bauernregel an Sankt Martin Nebel gibt, so weist dies auf einen milden Winter hin. Aus der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass diese Regel in sechs bis sieben von zehn Fällen zutrifft. Besitzen darüber hinaus die Folgetage vom 19.11. bis 23.11. ebenfalls einen feucht-trüben Wettercharakter, so liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der folgende Winter mild wird, bei 75%.

Egal ob jung oder alt, Experte oder Laie, Bauernregeln erfreuen sich auch heutzutage noch großer Beliebtheit und werden daher je nach Vorliebe nach wie vor für einen ersten Wettertrend bei Bedarf zu Rate gezogen und mit saisonalen Vorhersagen der globalen Wettermodelle verglichen. Solange man bei Lostagen die Witterung und Großwetterlage in einem Zeitraum betrachtet, ist diese Vorgehensweise in vielen Fällen sowie großräumig gesehen immerhin besser als eine Zufallsaussage.

Meteorologen Marc Senzig/Robert Hausen

Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 17.09.2016

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Posted by on 17. September 2016 in Dies und Das

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Augustwetter 2016

Kein Sommer, doch ein Sommer ?

Aus der Pressemitteilung des DWD (Deutscher Wetterdienst)

Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt war mit 18,8 °C (17,2 °C) das wärmste und mit weniger als 25 l/m² (59 l/m²) das zweittrockenste Bundesland. In der Altmark fielen örtlich weniger als 10 l/m². Hier erreichte die Waldbrandgefahr Ende August die höchste Stufe. Die Sonne schien in Sachsen-Anhalt rund 225 Stunden (198 Stunden).

***
Im August 2016 wurde hier im Süden von Dessau-Roßlau eine durchschnittliche Temperatur
von 19,01 °C für den laufenden Monat gemessen und errechnet. Dies ergibt eine Temperaturdifferenz
von +1,1 Kelvin, der Monat August somit ein temperaturmäßig zu warmer Monat.
Normal wäre eine Temperatur von 17,9 °C für den August hier am Standort.

Am 11.08.2016 gab es ein Tmin = 6,4 °C , die Maximumtemperatur im Monat
gab es am 28.08.2015 mit einem Tmax = 36,4 °C.

Im August diesen Jahres sind 24,4 l/m2 Niederschlag am Standort gemessen worden (- 41,0 l/m2),
normal wären es 65,4 l/m2. Das sind 37,3 % vom langjährigen Augustmittel der Jahre 1961-1990.
Diese Niederschläge verteilen sich auf 14 Regentage im August.

Die gemessene Sonnenscheindauer am Standort beträgt für den August 196:56 Stunden.
Normal wären es 196:50 Stunden. Also eine „Punktlandung“ …

Zusammengefasst: Der August 2015: Ein zu warmer, viel zu trockener Sommermonat.

08-2016

 

Posted by on 2. September 2016 in Statistik

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Juliwetter 2016

Zu warm und zu trocken an Dessaus Wetterstation im Süden der Stadt Dessau-Roßlau.

Aus der Pressemitteilung des DWD (Deutscher Wetterdienst)

Sachsen-Anhalt: Mit durchschnittlich 19,3 °C (17,6 °C) gehörte Sachsen-Anhalt im Juli zu den wärmsten Regionen. Die Wetterexperten des DWD registrierten eine Sonnenscheindauer von fast 205 Stunden (207 Stunden). Heftige Unwetter zogen am 27. über Wittenberg, südöstlich von Magdeburg. Hier fielen innerhalb von zwei Stunden 97 l/m²; es kam zu kräftigen Überschwemmungen; ein Blitzschlag verursachte einen Großbrand in einer Styroporplatten-Fabrik. Trotzdem war Sachsen-Anhalt mit kaum 40 l/m² (52 l/m²) das niederschlagsärmste Bundesland.

Dies trifft so auch für den Standort Dessau Süd zu. Hier war es auch zu warm, zu trocken mit ünterdurchschnittlichem Sonnenschein.

***

Im Juli 2016 wurde hier im Süden von Dessau-Roßlau eine durchschnittliche Temperatur
von 20,32 °C für den laufenden Monat gemessen und errechnet. Dies ergibt eine Temperaturdifferenz
von + 1,22 Kelvin, der Monat Juli somit ein temperaturmäßig zu warmer Monat.
Normal wäre eine Temperatur von 19,1 °C für den Juli hier am Standort.

Am 03.07.2016 gab es ein Tmin = 8,4 °C zu verzeichnen, die Maximumtemperatur im Monat
gab es am 10.07.2016 mit einem Tmax = 32,5 °C.

Im Juli diesen Jahres sind 40,4 l/m2 Niederschlag am Standort gemessen worden (-10,5 l/m2),
normal wären es 50,9 l/m2. Das sind 79,4 % vom langjährigen Julimittel der Jahre 1961-1990.
Diese Niederschläge verteilen sich auf 14 Regentage im Juli.
Dabei vielen alleine am 27.07.2016 19,0 l/m2 in nur 32 Minuten.

Die gemessene Sonnenscheindauer am Standort beträgt für den Juli 199:57 Stunden.
Normal wären es 211:20 Stunden. Also „unterdurchschnittlich“ …

Zusammengefasst: Der Juli: Ein temperaturmäßig zu warmer, zu trockener Monat mit zu wenig Sonnenschein.

07-2016

 

Posted by on 1. August 2016 in Statistik

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Juniwetter 2016

Der Juni: Ein temperaturmäßig zu warmer, zu trockener Monat.

***

Aus der Pressemitteilung des DWD (Deutscher Wetterdienst)
Sachsen-Anhalt: Bei durchschnittlich 18,3 °C (16,1 °C) meldete Sachsen-Anhalt im Juni 2016 eine Sonnenscheindauer von fast 245 Stunden (205 Stunden). Mit etwa 70 l/m² (63 l/m²) zählte es eher zu den niederschlagsarmen Bundesländern.

***

Im Juni 2016 wurde hier im Süden von Dessau-Roßlau eine durchschnittliche Temperatur
von 19,06 °C für den laufenden Monat gemessen und errechnet. Dies ergibt eine Temperaturdifferenz
von +1,96 Kelvin, der Monat Juni somit ein temperaturmäßig zu warmer Monat.
Normal wäre eine Temperatur von 17,1 °C für den Juni hier am Standort.

Am 20.06.2016 gab es ein Tmin = 8,8 °C zu verzeichnen, die Maximumtemperatur im Monat
gab es am 24.06.2016 mit einem Tmax = 34,9 °C.

Im Juni diesen Jahres sind 43,8 l/m2 Niederschlag am Standort gemessen worden (-16,8 l/m2),
normal wären es 60,6 l/m2. Das sind 72 % vom langjährigen Junimittel der Jahre 1961-1990.
Diese Niederschläge verteilen sich auf 15 Regentage im Juni.

Die gemessene Sonnenscheindauer am Standort beträgt für den Juni 237:21 Stunden (= 119,3 %).
Normal wären es 199 Stunden. Also überdurchschnittlich …

Zusammengefasst: Der Juni: Ein temperaturmäßig zu warmer, zu trockener Monat.

06-2016

 

Posted by on 1. Juli 2016 in Statistik

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Maiwetter 2016

Zusammengefasst: Der Mai: Ein temperaturmäßig zu warmer, zu nasser Monat mit viel Sonnenschein.

Aus der Pressemitteilung des DWD (Deutscher Wetterdienst)

Sachsen-Anhalt: Für Sachsen-Anhalt registrierte der DWD eine Mitteltemperatur von 14,7 °C (12,8 °C), eine Niederschlagsmenge von etwa 45 l/m² (52 l/m²) und eine Sonnenscheindauer von knapp 250 Stunden (206 Stunden).

***

Im Mai 2016 wurde hier im Süden von Dessau-Roßlau eine durchschnittliche Temperatur
von 15,53 °C für den laufenden Monat gemessen und errechnet. Dies ergibt eine Temperaturdifferenz
von +1,93 Kelvin, der Monat Mai somit ein temperaturmäßig gering zu kühler Monat.
Normal wäre eine Temperatur von 13,6 °C für den Mai hier am Standort.

Am 02.05.2016 gab es ein Tmin = 3,0 °C zu verzeichnen, die Maximumtemperatur im Monat
gab es am 22.05.2016 mit einem Tmax = 29,7 °C.

Im Mai diesen Jahres sind 82,8 l/m2 Niederschlag am Standort gemessen worden (+27,6 l/m2),
normal wären es 55,2 l/m2. Das sind 150 % vom langjährigen Maimittel der Jahre 1961-1990.
Diese Niederschläge verteilen sich zwar auf 15 Regentage im Mai, mit 62,6 l/m2 vom 23.05./24.05.
viel allerdings mehr als die Monatsmenge in nur einer Nacht.

Die gemessene Sonnenscheindauer am Standort beträgt für den Mai 240:46 Stunden.
Normal wären es 208:40 Stunden. Also überdurchschnittlicher Sonnenschein …

05-2016

 

Posted by on 1. Juni 2016 in Statistik

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Aprilwetter 2016

Zusammengefasst: Der April: Ein temperaturmäßig zu kühler, viel zu trockener Monat mit viel Sonnenschein.

Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt präsentierte sich im April 2016 neben Brandenburg mit 8,5 °C (7,8 °C) als zweitwärmstes, mit kaum 25 l/m² (43 l/m²) als trockenstes und mit beinahe 185 Stunden (152 Stunden) als sonnenscheinreichstes Bundesland. Damit kam Sachsen-Anhalt beim Niederschlag auf 54 Prozent und bei der Sonnenscheindauer auf 121 Prozent des Solls. Im Lee des Harzes schien die Sonne bis zu 200 Stunden.

Auszüge aus der Pressemitteilung des DWD (Deutscher Wetterdienst)

***

Im April 2016 wurde hier im Süden von Dessau-Roßlau eine durchschnittliche Temperatur
von 8,87 °C für den laufenden Monat gemessen und errechnet. Dies ergibt eine Temperaturdifferenz
von – 0,63 Kelvin, der Monat April somit ein zu kühler Monat.
Normal wäre eine Temperatur von 9,5 °C für den April hier am Standort.
Am 02.04.2016 gab es ein Tmin = -1,0 °C zu verzeichnen, die Maximumtemperatur
im Monat gab es am 21.04.2016 mit einem Tmax = 21,6 °C.

Im April diesen Jahres sind 23,0 l/m2 Niederschlag am Standort gemessen worden (-20,6 l/m2),
normal wären es 43,6 l/m2. Das sind gerade 52,8 % vom langjährigen Aprilmittel der Jahre 1961-1990.
Der Monat Aprilmittel also in der Statistik ein viel zu trockener Monat.
Der Niederschlag verteilt sich auf 16 Regentage im Monat.

Die Sonnenscheindauer am Standort beträgt für den April 173:33 Stunden.
Normal wären es 153:10 Stunden. Mit 113,3 % also überdurchschnittlich …

04-2016

 

Posted by on 1. Mai 2016 in Statistik

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Märzwetter 2016

Zusammengefasst: Der März: Ein temperaturmäßig normaler, zu trockener Monat mit unterdurchschnittlichem Sonnenschein.

Sachsen-Anhalt: Bei durchschnittlich 4,5 °C (3,7 °C) summierte sich die Niederschlagsmenge im März 2016 auf etwa 40 l/m² (40 l/m²) und die Sonnenscheindauer auf knapp 95 Stunden (109 Stunden).
Auszug aus der Pressemitteilung des DWD (Deutscher Wetterdienst)

***

Im März 2016 wurde hier im Süden von Dessau-Roßlau eine durchschnittliche Temperatur
von 4,89 °C für den laufenden Monat gemessen und errechnet. Dies ergibt eine Temperaturdifferenz
von +0,09 Kelvin, der Monat März somit ein temperaturmäßig ganz normaler Monat.
Normal wäre eine Temperatur von 4,8 °C für den März hier am Standort.
Am 09.03.2016 gab es ein Tmin = -4,7 °C zu verzeichnen, die Maximumtemperatur
im Monat gab es am 27.03.2016 mit einem Tmax = 15,9 °C.

Im März diesen Jahres sind 27,8 l/m2 Niederschlag am Standort gemessen worden (-10,1 l/m2),
normal wären es 37,9 l/m2. Das sind 73,4 % vom langjährigen Märzmittel der Jahre 1961-1990.
Diese Niederschläge verteilen sich auf 15 Regentage im März.
Schneefall war im gesamten Monat März nicht zu verzeichnen.

Die Sonnenscheindauer am Standort beträgt für den März 83:32 Stunden (73,1 %).
Normal wären es 114:20 Stunden. Also unterdurchschnittlicher Sonnenschein hier am Standort.

03-2016

 

Posted by on 1. April 2016 in Statistik

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Februarwetter 2016

Der Februar 2016: zu warm, zu nass und wenig Sonnenschein am Standort im Süden der Stadt Dessau-Roßlau.

Aus der Pressemitteilung des DWD (Deutscher Wetterdienst):
Sehr mild, mit wenig Schnee, viel Regen und wenig Sonnenschein
Sachsen-Anhalt:
Hier notierten die DWD-Experten 3,6 °C (0,4 °C) und gut 65 Sonnenstunden (68 Stunden). Sachsen-Anhalt war im Februar 2016 mit etwa 45 l/m² (33 l/m²) das zweittrockenste Bundesland. Der deutschlandweit wenigste Niederschlag fiel im nördlichen Harzvorland und in der Magdeburger Börde, tlw. mit weniger als 30 l/m².

***

Im Februar 2016 wurde hier im Süden von Dessau-Roßlau eine durchschnittliche Temperatur
von 4,0 °C für den laufenden Monat gemessen und errechnet. Dies ergibt eine Temperaturdifferenz
von +2,3 Kelvin, der Monat Februar somit ein zu warmer (Winter)monat.
Normal wäre eine Temperatur von 1,7 °C für den Februar hier am Standort.
Am 27.02.2016 gab es ein Tmin = -5,1 °C zu verzeichnen, die Maximumtemperatur
im Monat gab es am 01.02.2016 mit einem Tmax = 12,5 °C.

Im Februar diesen Jahres sind 42,0 l/m2 Niederschlag am Standort gemessen worden (+7,7 l/m2),
normal wären es 34,3 l/m2. Das sind 122,4 % vom langjährigen Februarmittel der Jahre 1961-1990.
Diese Niederschläge verteilen sich auf 15 Regentage im Februar, alleine am 21.02. und 22.02. vielen 21,0 l/m2 der Gesamtmenge.
Die höchste gemessene Schneehöhe betrug 0,5 cm an einem Tag mit Schneefall.

Die Sonnenscheindauer am Standort betrug für den Februar 53:34 Stunden.
Normal wären es 68:20 Stunden. Also mit 78,2 % doch deutlich zu wenig …

Zusammengefasst: Der Februar: Ein temperaturmäßig zu warmer, zu nasser Monat mit wenig Sonnenschein.

02-2016

 

Posted by on 1. März 2016 in Statistik

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Januarwetter 2016

Der Januar 2016: Temperatur normal, zu trocken und normaler Sonnenschein am Standort im Süden der Stadt Dessau-Roßlau.

Aus der Pressemitteilung des DWD (Deutscher Wetterdienst)

Sachsen-Anhalt: Das Bundesland erreichte ein Monatsmittel von 0,5 °C (-0,3 °C). Sachsen-Anhalt war mit rund 45 l/m² (39 l/m²) die trockenste und mit etwa 55 Stunden (43 Stunden) die zweitsonnigste Region Deutschlands. In Quedlinburg, im Lee des Harz, waren es sogar über 70 Stunden Sonne.

***

Im Januar 2016 wurde hier eine durchschnittliche Temperatur von 0,34 °C für den laufenden
Monat gemessen und errechnet. Dies ergibt eine Temperaturdifferenz
von -0,06 Kelvin, der Monat Januar somit ein normaler Monat.
Normal wäre eine Temperatur von 0,4 °C für den Januar hier am Standort.
Am 22.01.2016 gab es die minimale Temperatur von -16,0 °C , die Maximumtemperatur
im Monat gab es am 27.01.2016 mit einer Temperatur von 11,8 °C.

Im Januar diesen Jahres sind 33,6 l/m2 Niederschlag am Standort gemessen worden (-4,5 l/m2),
normal wären es 38,1 l/m2. Das sind 88 % vom langjährigen Januarmittel der Jahre 1961-1990.
Diese Niederschläge verteilen sich auf 22 Regen- und Schneetage im Januar.
Die höchste gemessene Schneedecke betrug 7,0 cm bei einem recht geringem Schneefall im Monat (7 Tage).

Die Sonnenscheindauer am Standort beträgt für den Januar 42:10 Stunden.
Normal wären es 42:50 Stunden, das sind 99 %. Also ein normaler Monat.

Zusammengefasst: Der Januar: Ein temperaturmäßig normaler (ein wenig zu kühl), zu trockener Monat mit normalem Sonnenschein.

01-2016

 

Posted by on 1. Februar 2016 in Statistik

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Eisige Nacht in Deutschland

In trockener Luft, die am Rand des Hochs BENNO über Südosteuropa vor allem im Südosten, Osten und in der Mitte Deutschlands anzutreffen war, fiel die Temperatur auch in der vergangenen Nacht wieder tief in den Frostbereich. Die niedrigsten Werte wurden dabei in Sachsen und Bayern gemessen. Vorläufiger Spitzenreiter war dabei die Wetterstation Marienberg-Kühnhaide im sächsischen Erzgebirge mit -25,1 Grad, gefolgt von Haidmühle im Bayerischen Wald, dort wurden -25,0 Grad erreicht. Aber auch in Oderwitz (Sachsen) war es mit -21,8 Grad sehr kalt. Wie an der Abbildung zu sehen ist, gab es von Ostbayern über Sachsen, weite Teile Brandenburgs, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordhessen und dem östlichen Nordrhein-Westfalen verbreitet strengen Frost unter -10 Grad.

Ursache war die zur Ruhe gekommene, trockene Luft, wobei sich unter oft sternenklarem Himmel die Luft in der langen Nacht von unten her abkühlen konnte. Die schwerere, kalte Luft legte sich dann in Senken, sodass insbesondere in höheren Muldenlagen in den so genannten Kaltluftseen die niedrigsten Temperaturen gemessen wurden.

waesche

Wäsche bei Frost auf die Leine? Unsinn oder nicht?

Insbesondere die älteren Generationen wissen dabei, dass es dennoch sinnvoll ist, die Wäsche zum Trocknen auf die Leine zu hängen, was den ein oder anderen verwundern mag.    Denn zunächst hängt sie dabei steif gefroren im Freien, und man mag nicht glauben, dass bei Dauerfrost irgend etwas zum Trocknen imstande ist.

Doch in der Tat funktioniert dies, wenn die äußeren Bedingungen gegeben sind. Zum Teil trocknet die Wäsche sogar schneller als in manch dunklen, feuchten Wäschekellern. Und einige sagen, dass die diese „Frosttrocknung“ sogar für deutlich weichere Handtücher sorgt. Aber wie kann diese Wäsche trocknen?

Das Stichwort hierfür ist Sublimation. Mit Sublimation bezeichnet man den Übergang eines Stoffes vom festen direkt in den gasförmigen Zustand. Uns geläufig ist ja beim Wäschetrocknen vor allem die Verdunstung – der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand des Wassers. Hängen wir also an einem Sommertag unsere Wäsche nach draußen, so ist sie zunächst nass. Wasser bei Plusgraden (also in seiner flüssigen Form) ist dabei nichts anderes als Wassermoleküle mit einer gewissen, durchschnittlichen Bewegungsenergie. Beim Verdunsten im Kontakt mit der Umgebungsluft „entfliehen“ dabei die schnelleren Wassermoleküle in die Umgebungsluft. Diese kann umso mehr von ihnen aufnehmen, umso trockener sie ist. Je mehr sich dann die relative Luftfeuchtigkeit der 100-Prozent-Marke nähert, umso langsamer geht das Trocknen dann vor sich, bis bei gesättigter Luft (100 Prozent Luftfeuchtigkeit) gar nichts mehr trocknet.

Ganz ähnlich funktioniert dies im Winter bei der Sublimation. Der hart gefrorene Pullover auf der Leine trägt nun Wassermoleküle mit einer geringeren Bewegungsenergie in sich, ist also vereist. Ist die Luft nun trocken genug, so nimmt aber auch diese nun nach und nach die schnelleren der Wassermoleküle auf, und das Wasser geht von seinem festen Zustand (Eis) sofort in den gasförmigen Zustand (Wasserdampf) über – das Hemd trocknet. Bei sehr trockener Luft kann dies dann sogar schneller vor sich gehen als in einem häufig benutzten Waschraum, in dem sich sehr feuchte Luft staut.

Damit ist klar: Bei trockener Winterluft kann man ruhig seine Wäsche zum Trocknen auf die Leine hängen – dies klappt umso besser bei Sonnenschein und etwas Wind. Ausprobieren lohnt sich! Übrigens funktioniert auch die Gefriertrocknung bei Lebensmitteln (zum Beispiel Kaffee) mit Sublimation – sie ist besonders schonend.

(Textauszug: http://www.wetter24.de)

 

Posted by on 19. Januar 2016 in Dies und Das

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